Lohnt sich Content-Marketing für IT-Unternehmen?

Das klischeehafte IT-Unternehmen ist voll besetzt mit internetaffinen Mitarbeitern. Und doch: viele IT-Unternehmen treten beim digitalem Marketing zu kurz. Dabei verpassen viele Unternehmen eine besondere Chance. Gerade das Thema Content-Marketing sollt kein Fremdwort für IT-Unternehmer sein.

Was ist Content-Marketing?

Beim Content-Marketing handelt es sich um eine Marketing Strategie, die im oberen Teil eines Verkaufsfunnels eingesetzt wird. Ziel des Content-Marketings ist es, eine Zielgruppe anzuziehen und an sich zu binden. Im Gegensatz zu herkömmlicher Anzeigenwerbung wird diese Aufmerksamkeit durch eigens erstellte Inhalte generiert.

Besonders wichtig ist bei diesen Inhalten vor allem eines: ein Mehrwert für die Zielgruppe. Durch kostenlose Informationen (oder auch Unterhaltung), welche auf die Zielgruppe zugeschnitten sind, stellen Content-Marketer Kontakt zu ihrem Publikum her. Neben dem schlichten Erstkontakt baut Content-Marketing Vertrauen zu potentiellen Kunden auf. Idealerweise etabliert sich ein Unternehmen mit Content-Marketing auch als Experte der eigenen Branche.

Vorteile des Content-Marketings

Einer der größten Vorteile von Content-Marketing ist das Steigern der Brand-Awareness. Die Mischung von guten Inhalten mit der eigenen Marke ist schon seit längerem als erfolgreiche Marketing Strategie bekannt.

Das Beste Beispiel hierfür: die amerikanische Farmer Zeitschrift „The Furrow Magazine“ von John Deere. Schon seit 1895 teilt das Magazin Wissenswertes für Bauern in Amerika und das ganz neutral, ohne groß Eigenwerbung zu betreiben.

Ein Aspekt des Content-Marketings scheint immer wichtiger zu werden: die Zielgruppe kommt zum Marketer und nicht andersherum. Gemeint ist, dass Menschen mit ihren Fragen zu Firmenblogs kommen und sich freiwillig mit Marketingmaterial beschäftigen. In unser fortschreitend digitalisierten Gesellschaft fühlt sich die Menge an Werbebotschaften, die uns über Anzeigen und Spots erreicht manchmal fast erdrückend an.

Salopp gesagt nimmt Content-Marketing das nervige aus der Werbung und ist nicht nur deswegen kaum noch wegzudenken. Wer Marketing mit Social Media oder Suchmaschinenoptimierung (SEO) machen will, erleichtert sich durch guten Content vieles.

Du willst mehr über SEO wissen? Schau dir den wichtigsten Merksatz für alle SEO-Fragen an!

Wie geht Content-Marketing?

Wer sich für die Methode Content-Marketing entscheidet macht erstmal nichts falsch. Doch wie geht man so eine Strategie überhaupt an? Wo veröffentlicht man Beiträge am besten?

Egal ob es um die übergreifende Content Strategie geht oder um einzelne Beiträge, alle Inhalte werden speziell für den Leser erstellt. Liefert ein Inhalt keinen Mehrwert für das Publikum, ist er für die Methode unnütz, doch dafür muss bekannt sein, was das Publikum braucht. Deswegen setzt eine gute Content-Strategie eine klare Definition der Zielgruppe voraus.

Für die Distribution gilt ein Firmenblog als Grundstein für das Content-Marketing. Hier kann ausführlich über alle Themen geschrieben werden. Gleichzeitig kann auf anderen Kanälen auf den Blog verwiesen werden und umgekehrt. Ansonsten gilt auch hier: auf die Zielgruppe achten. Ist sie auf Facebook aktiv? Schaut sie lieber Youtube Videos? Wäre vielleicht sogar ein Podcast besser?

Content-Marketing in der IT-Branche

Leider ignorieren viele Unternehmer Content-Marketing schon aufgrund des Trugschlusses „Content-Marketing funktioniert im B2B nicht“. Klar, im B2B sind die Zielgruppen tendenziell kleiner und die Besucherzahlen damit auch. Aber: beim Content-Marketing wird sich über den Inhalt vermarktet und nicht der Inhalt selbst. Wichtig ist also nur, dass potentielle Kunden durch die Inhalte erreicht werden.

Dadurch ergibt sich außerdem die Chance mit guten Inhalten auf beispielsweise einem Firmenblog ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Wer sich im Gegensatz zur Konkurrenz so einen Expertenstatus aufbaut, steht sogar noch besser da.

Für die Zielgruppe relevante Themen einfach erklären lohnt sich in der IT-Branche besonders. Denn oft sind Entscheidungsträger nicht gleichzeitig IT-Experten. Wer mit Content-Marketing authentisch Wissen vermittelt, hilft somit den richtigen Personen bei der Entscheidungsfindung.

Fazit

Content-Marketing ist eine erfrischende Alternative zur Werbeflut der Gegenwart. Gerade im IT-Bereich gibt es hier große Chancen, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und potentielle Kunden zu informieren. Das steigert nicht nur die eigene Markenbekanntheit, sondern auch das Vertrauen des möglichen Kunden.

Marketing Talk mit Infohappen zum Mittag

Hachja, endlich Mittagspause. Zeit für einen Snack, etwas Kaffee oder Tee und ein paar Minuten Entspannung. Lust auf noch etwas Unterhaltung? Hör‘ doch mal, worüber sich unsere Experten beim SDC Marketing Talk unterhalten!

Wer lieber liest findet hier auf dem Blog natürlich auch Marketing und Online News. Schon gehört wie iOS 14 zur Herausforderung für die Werbeindustrie wird?

Wöchentlicher Marketing Talk

Was sich aktuell in der Marketing- und Onlinewelt tut ist für alle Branchenmitglieder von Interesse. Leider ist es oft schwer, in solch einer wandelbaren Umgebung den Überblick zu behalten. Im lockeren Gespräch lässt sich die Übersicht aber wieder zurück gewinnen.

Beim Marketing Talk diskutieren wir gemeinsam die größten Neuigkeiten der Woche. Zum Beispiel fragen wir uns: In welche Richtung entwickelt sich Facebook? Oder wir geben dir unsere ehrliche Meinung zu konkreten Fragen wie: Lohnt sich das neue LinkedIn Feature für Businesskommunikation?

Wir zeigen dir nicht nur ausgewählte Neuigkeiten, du erfährst auch unsere persönliche Perspektive zu den aktuellsten Entwicklungen. Die informativen 10 Minuten im entspannten Gesprächsformat sind perfekt zum Start in die Mittagspause.

Mit dabei sein und mitreden!

Du hast selbst Themenwünsche oder Anregungen? Dann sei dienstags um 12:00 live auf Instagram dabei! Natürlich findest du auf unserem Account auch unsere bisherigen Talks. Deine Meinungen und Perspektive kannst du uns natürlich auch per E-mail, LinkedIn oder Facebook Message zukommen lassen. Wir freuen uns auf dich, bis nächsten Dienstag!

Gendersprache - LinkedIn zeigt jetzt Pronomen

Neuerdings bietet die Social Media Plattform LinkedIn eine zusätzliche Option bei der Profilgestaltung. Direkt hinter dem Namen können jetzt auch die bevorzugten Genderpronomen auf dem Profil angezeigt werden. Damit reagiert LinkedIn auf eine Menge Social Media User, die schon seit längerem ihre Pronomen in ihren Profilbeschreibungen angeben. Aber warum eigentlich? Sollte auch ich die neue Einstellung nutzen? Und was hat es mit dieser ganzen Debatte rund um die Gendersprache auf sich?

Was ist die Gendersprache?

Gendern meint eine Anpassung der Sprache, die die Gleichbehandelung aller Gender zum Ziel hat. Anders als das biologische Geschlecht, meint das Wort Gender eine soziale Identität.

Zu den Aspekten der gendergerechten Sprache gehört die Sichtbarmachung aller Geschlechter oder die Neutralisierung von Geschlechtlichem in der Sprache. Versucht wird dies zum Beispiel durch Wortformen wie "Lehrer:innen" oder Ausdrücken wie "Lehrkräfte". Hinzu kommt die Sensibilität für die Verwendung der richtigen Genderpronomen (er/ihm, sie/ihr, es/ihm usw.).

Wofür brauchen wir Genderpronomen?

Ganz allgemein gesagt brauchen wir Pronomen, um effektiver miteinander zu kommunizieren, denn Pronomen verkürzen unsere Sprache. Ein Beispiel:

Der Bus kam heute zu spät. Außerdem war der Bus er ziemlich voll.

Genauso funktioniert es auch mit Menschen, wir ersetzen einen Namen oder eine Beschreibung mit einem Pronomen:

Andrea liebt Kaffee. Andrea Sie bevorzugt den Kaffee ohne Zucker.

Aber was wenn jemand Andrea auf LinkedIn anschreiben möchte und außer dem Namen kaum Informationen findet? Andrea ist In Italien schließlich auch ein gängiger männlicher Vorname. Vielleicht ist Andrea sogar ein gebürtiger Mann, bevorzugt jetzt aber trotzdem die Pronomen sie/ihr.

Der Punkt ist, dass die Pronomen beim Menschen vom Gender abhängen, sie sind Genderpronomen. Das richtige Gender ist aber nicht immer leicht zu erkennen. Die bevorzugten Genderpronomen selbst auf dem eigenen Profil zu vermerken vermeidet unangenehme Situationen und gibt allen die Chance im ersten Anlauf die korrekte Ansprache zu wählen. Je mehr Menschen dem nachgehen, desto normaler ist das auch für jene, die es wirklich brauchen.

Neue Option für Genderpronomen

Nach einem Klick auf das Stift-Symbol auf dem eigenem LinkedIn Profil ist die neue Option gleich eine der ersten. In einer Textzeile kann hier nach Belieben eingegeben werden, welche Ansprache man bevorzugt.

Sichtbar sind die eingestellten Genderpronomen gleich an drei verschiedenen Orten: direkt hinter dem Namen auf dem Profil, im Nachrichtenfenster und auch im Feed, zum Beispiel beim kommentieren.

Wie bei vielen anderen Profileinstellungen auch, kann begrenzt werden, für wen die Genderpronomen sichtbar sind. Hier gibt es die Wahl zwischen allen LinkedIn Usern und der User im eigenen Netzwerk.

Gendergerechter Sprachgebrauch

Natürlich geht gendergerechte Sprache über die Verwendung der richtigen Pronomen hinaus. Vordergründig geht es bei der Debatte rund um die Gendersprache um Bezeichnungen von Personengruppen die mehrere Geschlechter beinhalten. Vor dieser Debatte wurde in solchen Fällen das generische Maskulinum genutzt, also die männliche Form, die alle Geschlechter mitmeint. Zum Beispiel so:

Die Oscars werden jährlich an Schauspieler, Drehbuchautoren usw. verliehen.

Allerdings funktioniert dieses „mitmeinen“ nicht immer, wie einige Studien belegen. Zum Beispiel zeigt eine Studie, dass Versuchspersonen öfter Männer nennen wenn sie nach „berühmten Musikern“ gefragt werden, als wenn nach „berühmten Musikerinnen und Musikern“ gefragt wird.

Auch durch Messungen der Reaktionszeit konnte gezeigt werden, dass viele Menschen beim generischen Maskulinum eher an eine Gruppe Männer denken. Dafür lasen Testpersonen Satzpaare wie dieses:

Die Sozialarbeiter liefen durch den Bahnhof.”

Wegen der schönen Wetterprognose trugen mehrere der Frauen keine Jacke.”

Danach wurde gefragt, ob der zweite Satz eine sinnvolle Fortsetzung des ersten ist. Dann wurde die Zeit gemessen bis die Testpersonen mit „ja“ antworteten. Kamen Frauen im zweiten Satz vor, war die Reaktionszeit länger. Anscheinend waren diese Fortsetzungen verwirrender.

Möglichkeiten der Gendersprache

Wie Gendersprache in der Praxis aussieht ist ein viel diskutierter Punkt. Schließlich gibt es viele verschiedene Wege das Ziel der Gleichbehandelung zu erreichen. Die eine Option ist leichter umzusetzen, die nächste dafür etwas angenehmer zu lesen. Letztendlich kommt es auf persönliche Präferenzen an. Dennoch ist es empfehlenswert eine der Folgenden Varianten dauerhaft zu verwenden und wenn möglich keine Varianten vermischen, so kann Verwirrung vermieden werden.

Kolleginnen und Kollegen

Diese Form ist einfach anzuwenden und stört den Textfluss nicht, allerdings wirkt sie sich stark auf die Satzlänge aus. Aufzählungen von mehreren Personengruppen werden mit dieser Form sehr lang.

Zum Straßenfest erschienen Politikerinnen, Journalisten, Unternehmerinnen und Bürger.

Im Gegensatz zur Doppelform bleiben Sätze kurz, jedoch kann es zu Verwirrungen kommen. Waren nur weibliche Politikerinnen und nur männliche Journalisten anwesend?

Liebe Leser1

1 Zur Wahrung des Leseflusses wird im folgenden Text nur die männliche Form genannt, dennoch sind immer Menschen mit allen Genderidentitäten gemeint.

Eine Fußnote ist schnell geschrieben, aber auch schnell mal überlesen. Außerdem ist zu vermuten, dass sich unterbewusst trotzdem nicht alle Menschen mitgemeint fühlen.

MechanikerInnen

Bäcker*innen

Erzieher/-innen

Bauarbeiter_innen

Lehrer:innen

Polizist.innen

Diese Wörter sind aufgrund der Schreibweise (Großbuchstabe oder Zeichen im Wort) ungewohnt zu hören und zu lesen. Aufgrund der problemlosen Anwendung ist diese Variante sehr weit verbreitet.

Lehrkörper

Lehrkräfte

Wahlberechtigte

Gremium

Kunstschaffende

Personen

Durch Kollektivbezeichnungen oder geschlechtsneutrale Ausdrücke wird Gender in der Sprache neutralisiert. Eine geschickte Lösung der Problematik. Trotzdem klingen auch diese Wörter oft ungewohnt.

Gendersprache und Business

Die Gendersprache ist vordergründig ein Diskussionsthema, bei dem gesellschaftliche Normen und Entwicklungen debattiert werden. Aber wie wird das Thema aus einer rein geschäftlichen Perspektive betrachtet? Sollten Unternehmen in ihrer Kommunikation auf geschlechtergerechte Sprache achten?

Immer wenn es um Sprache im Business geht, empfiehlt es sich die Sprache der Zielgruppe anzunehmen. Im Bezug auf eine infratest Umfrage sollte hierbei vor allem auf das Alter geachtet werden. Gerade Männer über 65 könnten die ungewohnten Wörter der Gendersprache irritieren. Wer nach einem Mittelweg sucht, könnte geschlechtsneutrale Begriffe verwenden. Diese Ausdrücke sind weniger ungewohnt zu lesen Umgehen die Problematik aber trotzdem.

Im Großen und Ganzen lehnt die Mehrheit der Befragten die gendergerechte Sprache aber ab. Laut der infratest Umfrage sprechen sich 65 Prozent der Wahlberechtigten gegen eine Verwendung der Gendersprache in Medien und Öffentlichkeit aus. Klar ist dennoch: die Nutzung gendergerechter Sprache sollte bei der Zielgruppenerfassung berücksichtigt werden.

Fazit

Für die Nutzung gendergerechter Sprache gibt es gute Gründe, aber auch nachvollziehbare Gegenargumente. Die Änderung unserer Sprachgewohnheiten würde zu einer toleranteren Gesellschaft beitragen, allerdings ist solch eine Umgewöhnung sehr mühselig und die Mehrheit ist dagegen. Hingegen ist das neue LinkedIn Feature ein gutes Beispiel für eine Neuerung, die für mehr Toleranz gegenüber allen Geschlechtsidentitäten sorgt, ohne irgendwen zu neuen Gewohnheiten zu bewegen.

iOS 14 fordert die Werbeindustrie heraus

Apple veröffentlichte am 16. September 2020 das neuste Update für das Betriebssystem iOS. Und die neue Version, iOS 14, hat es in sich. Neben eher vorhersehbaren Neuerungen, die die Nutzung erleichtern, enthält das neue Betriebssystem auch Updates, die die Privatsphäre der Nutzer besser schützen sollen.

Apples neuste Version des mobilen Betriebssystem ändert nicht nur wie Applekunden ihre Geräte in Kombination mit ihrem Auto nutzen können oder wie sie Widgets auf ihrem Homescreen anbringen können. Eine Änderung der Regeln in Apples App Store bringt schlechte Neuigkeiten für die digitale Werbebranche.

Der neue App Store

Was hat sich im App Store geändert? Auf den ersten Blick nicht allzu viel. Anbieter von Applikationen müssen nun bereits auf der Store-Seite angeben, welche Rechte die App benötigt. Außerdem erhält die Standortfreigabe eine neue Option, sie kann nun auf den ungefähren Standort begrenzt werden, wenn die App auch ohne genaue Standortinformationen funktioniert.

Die wohl größte Änderung wurde zwar bereits angekündigt, tritt aber voraussichtlich erst in Kürze, mit der iOS Version 14.5 in Kraft. Beim Download jeder App werden Apple-Nutzer in Zukunft die Wahl haben, Tracking zu Werbezwecken abzulehnen. Obwohl es noch keine Daten zu der Menge an Leuten gibt, die das Tracking ablehnen werden, ist mit weitreichenden Folgen für Werbetreibende zu rechnen.

Dabei ist zu bedenken, dass Apple nicht irgendein durchschnittlicher Hersteller ist, das Unternehmen erreichte im 4. Quartal 2020 einen Anteil von 23,4 % am Smartphonemarkt. Sollte ein Großteil der Apple-Nutzer von dem neuen Feature Gebrauch machen und das Tracking ausschalten, wird das die Anzeigen-Performance aller Werbetreibenden beeinflussen.

Facebook reagiert auf iOS 14

Facebook kritisiert Apples Schritt in Richtung mehr Privatsphäre für jeden Nutzer. Die Kritik kommt vermutlich auch mit Blick auf eigene Interessen, denn anders als das Unternehmen von CEO Tim Cook ist Facebook auf das Geschäft mit Nutzerdaten angewiesen. Darüber hinaus bezieht Facebook die Position, dass Apple mit der Neuerung vor allem kleinen Unternehmen schade. Diese würden vordergründig auf Website Conversions abzielen, welche in Zukunft schlechter nachzuvollziehen werden.

Deswegen reagiert Facebook nicht nur mit Kritik, sondern auch gleich mit Lösungsansätzen für Facebook-Ads Kunden. Zum einen bietet Facebook eine ausführliche Anleitung für alle, die ihre Kampagnen bei Facebook-Ads neu konfigurieren müssen. Zum anderen kündigt Facebook an, künftig mit der Messung aggregierter Events zu arbeiten, um das Verhalten von iOS 14 Nutzern auch in Zukunft bestmöglich messen zu können.

Die Messung aggregierter Events ähnelt Googles Alternative zu Tracking Cookies, das sogenannte FLoC (Federated Learning of Cohorts). Beide Methoden lassen den Einzelnen in der Masse untergehen und schützen so die Privatsphäre, ohne das Messen von wertvollen Daten völlig aufzugeben. Mehr dazu in diesem Blogartikel zum Thema FLoC.

Google setzt auf das SKAdNetwork

Anders als Facebook zeigt der Suchmaschinengigant, dass er willens ist, mit Apple zu kooperieren. In Erwartung des iOS 14.5 Updates rät Google Werbetreibenden ihr Google Mobile Ads SDK, sowie Google Analytics for Firebase zu aktualisieren. Laut Google sei das wichtigste neue Feature dabei der SKAdNetwork Support.

Das SKAdNetwork ist ein Netzwerk von Apple, welches Werbetreibenden hilft, den Erfolg ihrer Kampagnen zu messen. Allerdings ist das Tracking nicht so genau, wie das von vergleichbaren Methoden, da Apple auch hier mit vergleichsweise hohen Datenschutzstandards arbeitet. Nach eigenen Angaben will Google in Zukunft helfen, die Performance des SKAdNetworks zu verbessern.

Fazit

Ein kleiner Schritt für Apple, ein großer Schritt für die Werbeindustrie. Mit iOS 14.5 baut Apple nicht nur weiter ein Datenschützer Image auf, Apple fordert die Werbeindustrie geradezu auf neue Lösungen für die Datenerhebung zu finden. Selbst wenn die Performance personalisierter Werbung ein wenig einknicken könnte; verschwinden wird sie nicht.

Mit Local SEO lokal sichtbar werden

Für einen stetigen Strom an Neukunden gibt es kaum etwas besseres, als von Google vorgeschlagen zu werden. Unternehmen, die bei relevanten Suchanfragen auf den ersten Plätzen von Googles Ergebnissen landen, werden praktisch kostenlos von Google beworben. Das beste: für local SEO müssen keine Abstriche bei anderen SEO Strategien gemacht werden. Finde heraus, ob sich local SEO auch für dein Unternehmen lohnt.

Local SEO vs. Organic SEO

Die Suchmaschinenoptimierung für einen lokalen Bereich ist dennoch mit der herkömmlichen SEO, auch „Organic SEO“ genannt, vergleichbar. Local SEO ist erst von Bedeutung, wenn Google die geographische Lage als ausschlaggebend für eine Suchanfrage erachtet. Demnach rankt Google auch nur Seiten gegeneinander, die in der selben Region relevant sind. Schließlich folgen auf die in Hannover getätigte Suchanfrage „Restaurant“ vordergründig Restaurants in Hannover. Das geschieht selbst wenn die Website eines Restaurants in Berlin besser auf die Suchanfrage im Sinne der organic SEO optimiert ist.

Die SERPs (Search Engine Result Pages) haben bei Ergebnissen die sich auf die Umgebung beziehen ein entscheidendes Feature: das Google local Pack. Bei passenden Suchanfragen zeigt die Funktion eine Karte und drei relevante Läden und Unternehmen. Die Informationen zu den Geschäften nimmt Google aus den Google My Business Accounts der gezeigten Unternehmen und aus Nutzerbeiträgen.

Wer auf „mehr anzeigen“ klickt oder direkt den Namen eines Geschäfts bei Google sucht, erhält eine noch größere Palette an Informationen. Von Bildern über Telefonnummern zu FAQs und Rezensionen ist alles dabei. Nicht alles, aber vieles kann über den Google My Business Account eingestellt oder moderiert werden.

Insgesamt stellt Google so Business-Profile zusammen, die Nutzern dabei helfen das zu finden, was sie in der Umgebung suchen. Hier gute Rankings zu erreichen ist wertvoll für die Neukundengewinnung und deshalb auch eine eigene SEO Strategie wert, die local SEO.

Und was macht mehr Sinn: Local oder Organic SEO? Es kommt auf das Unternehmen an. Die meisten Unternehmen entscheiden sich dafür beides zu machen, bis auf ein wenig mehr Aufwand spricht nichts dagegen. Zum Beispiel brauchen aber Online-Shops oft keine Local SEO, weil geographische Lage für sie kaum eine Rolle spielt. Ein Geschäft in der Innenstadt hingegen, ist stärker auf lokale Kundenströme angewiesen und könnte aufgrund weit größerer Konkurrenz auf den organic SERPs bei der organic SEO kürzer treten.

Googles lokaler Algorithmus

Nicht viel ist über Googles Algorithmus bekannt, der Suchergebnisse aufgrund von geographischen Faktoren zusammenstellt, jedoch kann seine Funktionsweise erahnt werden. Eines ist aber sicher: es gibt ihn. Wer „Restaurant“ bei Google sucht, wird in Hannover andere Suchergebnisse gezeigt bekommen als jemand, der die selbe Suchanfrage in Berlin tätigt.

Doch welche Faktoren sind durch den lokalen Google Algorithmus zusätzlich relevant? Folgende Faktoren wurden von Google bestätigt, oder werden von SEO-Experten als plausibel betrachtet.

Für den Google My Business Account ist eine Einstellung besonders wichtig: die Kategorie. Hier kann das eigene Unternehmen einer von vielen Kategorien zugeteilt werden. Die richtige zu wählen ist enorm wichtig, da Google das Unternehmen so besser bei den passendsten Suchanfragen ausgibt. Außerdem entscheidet die Kategorie darüber, welche Features auf den SERPs gezeigt werden. Wer sich bei der Wahl einer Kategorie unsicher ist, kann sich an der Konkurrenz orientieren und dafür Anwendungen wie GMB Spy nutzen.

Fazit

Marketing für die lokale Kundschaft lohnt sich, das gilt auch beim Thema SEO. Seiten, die es auf die ersten Plätze der Google Rankings schaffen, profitieren von mehr Sichtbarkeit. Wer lokal durchstarten will, ist mit local SEO gut beraten. Neben kleinerer Konkurrenz winkt die Möglichkeit mit einem Unternehmenssteckbrief Google Nutzern näher gebracht zu werden.

Spielerisch gegen die Zoom Fatigue

Seit den Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind wir oft gezwungen an Video-Calls teilzunehmen. Egal ob Kundengespräche, Team-Meetings oder sogar Unterricht; für das kontaktlose zusammenkommen sind Programme wie Zoom unerlässlich geworden. Dabei klagen viele über dauernde Video-Calls und wie anstrengend sie im Vergleich zu anderen Gesprächssituationen für uns sind. Einige innovative Köpfe versuchen sich deshalb an einem spielerischen Gegenmittel gegen die sogenannte Zoom Fatigue.

Woher kommt die Zoom Fatigue?

Aber warum sind Video-Calls so ermüdend? Im Gegensatz zu Telefonaten ohne Bildübertragung besteht die Möglichkeit nonverbal zu kommunizieren. Die Technologie ermöglicht es, ein normales Gespräch mit seinen verbalen und nonverbalen Kanälen besser zu simulieren. Doch neuste Forschungen identifizieren genau diesen Aspekt der nonverbalen Kommunikation als Grund für die Zoom Fatigue.

Kommunikationswissenschaftler Professor Jeremy Bailenson von der Stanford Universität zählt in einem neuen Artikel zahlreiche Probleme mit der nonverbalen Kommunikation in Video-Meetings auf. Dabei geht es nicht unbedingt ums gestikulieren, sondern auch um Blicke.

Während das Senden und Interpretieren von nonverbalen Signalen in Face-to-Face-Situationen natürlich abläuft, sind die Prozesse in Video-Calls komplizierter. Die Forscher schreiben dem nonverbalen Kanal mehr kognitiven Aufwand zu als in normalen Gesprächen. Ständig muss überlegt werden, ob auch wirklich deutlich wahrgenommen werden kann. Aus einem leichten, zustimmenden Kopfnicken muss im Zoom-Meeting manchmal ein deutlicher Daumen nach oben werden.

Auch die Interpretation der Signale ist schwieriger, besonders die Verarbeitung von Blicken erzeugt Stress. Da sich manche Blicke auf das nicht sichtbare Umfeld beziehen, wenn zum Beispiel die Katze ins Homeoffice kommt, sind sie rätselhaft für andere.

Doch auch wenn alle Blicke auf dem Bildschirm bleiben, kann das stressig für alle Teilnehmer sein. Denn wo sonst nur der Sprecher die Blicke seiner Zuhörer auf sich hat, erzeugen Video-Meetings eine Situation in dem jeder von jedem beobachtet wird. Viele Menschen spannt dieses Gefühl beobachtet zu werden unangenehm an.

Online Meetings im wilden Westen

Mit dem Ziel den Stress aus den virtuellen Konferenzen zu reduzieren schlägt Jeremy Bailenson vor allem vor, die Nutzung der Bildübertragungsfunktion zu minimieren. Einige Unternehmen testen einer eher ausgefallenen Alternative: Meetings in Online-Videospielen. Ob die Maßnahme speziell als Gegenmittel gegen die Zoom Fatigue entwickelt wurde, oder gar auf dem Prinzip der Gamification basiert, sei mal dahingestellt. Eins ist jedoch sicher, es lockert den Arbeitsalltag im Homeoffice auf.

So berichtet zum Beispiel die Autorin Viviane Schwarz von Team-Meetings in dem Western-Spiel Red Dead Redemption 2. Besonders positiv aufgefallen sei ihr dabei die gemütliche Atmosphäre am Lagerfeuer mit Wolfsgeheul in der Ferne. Klar, da kommt wohl kaum ein Zoom-Meeting gegen an. Auch die spielerische Abwechslung durch andere Spieler, welche gegebenenfalls die Gruppendiskussion mit Revolvern im Anschlag unterbrechen, sei ab und an sehr willkommen.

Natürlich gibt es kleine (witzige) Probleme mit der Methode. Dass Red Dead Redemption 2 nicht als virtueller Konferenzraum angedacht war, fällt wohl spätestens auf, wenn die eigene Spielfigur versehentlich die des Kollegen stranguliert; der Knopf um sich zu setzen und um den nächstgelegenen Spieler zu würgen ist nämlich der selbe.

Eine Auflockerung mit Zukunft?

Auch bevor Zoom Fatigue ein Begriff war erforschten einige Unternehmen die Möglichkeiten von Videospielen für geschäftliche Treffen. Das norwegische Unternehmen Heisholt besitzt zum Beispiel seit 2016 ein Büro auf dem größten norwegischen Minecraft-Server.

Der Gründer, Erik Heisholt, ist überzeugt von der Idee. Minecraft biete innovative Möglichkeiten für den Austausch zwischen kreativen Köpfen. Warum auch nicht? Manche Konzepte lassen sich mit Sicherheit besser mit Klötzchen zeigen, als mit einem Whiteboard.

Hingegen kommt ein Unternehmen in der Videospielnation Japan zu einem Ergebnis was so ernüchternd wie erwartet ist: Meetings in Videospielen sind angenehm locker, aber die Spiele lenken auch ab. Das Unternehmen testete die Möglichkeiten für Team-Meetings in der neusten Ausführung der Animal-Crossing Reihe. Während des Meetings mit den Kollegen virtuelle Fische zu angeln sei zwar herrlich entspannend, trage aber auch zu weniger Fokus auf die Aufgaben bei.

Fazit

Wenn sich ein Video-Call an den nächsten reiht, kann das viele Leute schnell erschöpfen. So sehr, dass wir uns ab und an eine Pause von dieser schwierigen Kommunikationssituation nehmen sollten. Das kann mit festgelegten „Videopausen“ aber auch mit Videospielen funktionieren. Eine spielerische Abwechslung kann den Arbeitsalltag auflockern und vielleicht sogar ganz neue Möglichkeiten bieten zu kommunizieren.

Stellt Google die personalisierte Werbung ein?

Google will in Zukunft nicht mehr Daten zum Surfverhalten einzelner Nutzer sammeln, um Werbeanzeigen zu personalisieren. Die Meldung scheint fast wie ein schlechter Scherz, schließlich haben sich Werbetreibende an personalisierte Werbung und ihre Vorteile gewöhnt.

Außerdem ist genau dieser Werbemarkt für Google von enormer wirtschaftlicher Relevanz. Der Suchmaschinenriese bezieht gut zwei Drittel seines 47 Milliardes US-Dollar schweren Umsatzes aus dem Geschäft mit Werbung. Was ist also dran, an Googles Versprechen mehr Für die Privatsphäre der Nutzer zu tun?

Das Ende der Tracking-Cookies

Für den ein oder anderen klingt die Meldung von Googles Vorhaben mit Sicherheit weniger reißerisch. Grund dafür ist das inzwischen absehbare Ende der Third-Party-Cookies, die bis jetzt ein Schlüsselstück für die personalisierte Werbung waren. Die Neuigkeiten von Google können deshalb als Antwort verstanden werden, mit der sich das Unternehmen auf kommende Gesetze vorbereitet.

Ohne die Tracking-Cookies müssen Werbeanbieter wie Google und Facebook alternative Möglichkeiten suchen, um Werbeanzeigen zu den Nutzern zu bringen, für die die Anzeigen relevant sind. Ansonsten müssten Werbetreibende große Verluste bei der Effektivität ihrer Werbung befürchten.

Zum Glück der Werbetreibenden ist Google nicht am Ende der personalisierten Werbung interessiert. In einem Blogpost erklärt das Suchmaschinenunternehmen wie es künftig die Privatsphäre von Nutzern schützen will, ohne personalisierte Werbung aufgeben zu müssen.

Personalisierte Werbung mit FLoC

Googles Alternative zu Tracking-Cookies heißt FLoC, was für „Federated Learning of Cohorts“ steht. Das Auswerten von Metadaten bringt FLoC mit dem Schutz der Privatsphäre des einzelnen zusammen, indem es alle Nutzer in Kohorten ordnet.

Laut Google soll eine Kohorte aus etwa 5000 Profilen bestehen, wodurch jedem Einzelnen mehr Privatsphäre als bisher zukommt, da individuelle Profile in der Masse untergehen. Die Profile in einer Kohorte teilen Interessen, Konsumverhalten etc., sodass sie Teil der gleichen Zielgruppe von Werbeanzeigen sind.

Nach eigenen Angaben erreicht Google mit dieser neuen Technik Werte, die nah an die Werte der personalisierten Werbung mit Hilfe von Tracking-Cookies kommen. In ersten Tests der FLoC kamen die Conversion Rates auf 95% der bisherigen Raten.

Druck auf Facebook

Die Tatsache, das Google bereits eine Alternative für das Personalisieren von Werbung hat, ohne auf Third-Party-Cookies zurückfallen zu müssen, ist eine starke Ansage für den digitalen Werbemarkt. Stärkster Mitstreiter auf dem Markt ist Facebook, welcher bis jetzt noch keine vergleichbare Technik angekündigt hat.

Das Unternehmen von Mark Zuckerberg hat dafür einen anderen Vorteil. In den Social Media Diensten des Unternehmens sind viel mehr Accounts eingeloggt, welche der Verarbeitung ihrer Daten zugestimmt haben. Andererseits funktioniert Googles Alternative auch bei Nutzern ohne Account. Außerdem kann sich Google nun auf die Fahne schreiben, die Privatsphäre der Nutzer zumindest besser zu achten als Facebook. Mit FLoC werden die Daten geräteintern verarbeitet um den Browserverlauf der Nutzer zu schützen.

Fazit

Die Einschränkung von Cookies durch den Gesetzgeber wird unweigerlich weitreichende Folgen für den digitalen Werbemarkt haben. Das Sammeln von Daten über Individuen gestaltet sich ohne Tracking-Cookies als schwieriger. Egal ob sich Google oder Facebook besser an die Veränderung anpassen, eins scheint sicher: personalisierte Werbung wird es auch ohne Tracking-Cookies noch geben.

Social Media Posts zur richtigen Zeit

Wer Inhalte für Social Media produziert weiß worauf es ankommt: Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich ziehen und zwar so viel wie möglich. Aus dem Meer von Content in den Sozialen Medien herauszustechen ist keine leichte Aufgabe. Wer von vielen gesehen und gehört werden will, braucht eine ausgeklügelte Strategie.

Dafür schrauben Social Media Profis an ihren Posts, erforschen ihre Zielgruppe und suchen sich die passendsten Beitragsbilder, bis sie den „Jetzt Posten“ Button klicken. Aber wann genau sollte geklickt werden? Zu welchem Zeitpunkt bekommen Posts die meiste Aufmerksamkeit?

Die Relevanz dieser Frage steigt. Chronologische Timelines, die den Nutzern die Postings all ihrer abonnierten Accounts in zeitlich korrekter Reihenfolge präsentieren, sind lange nicht mehr der einzige Weg, auf dem Social Media Konsumenten zu Inhalten gelangen.

Algorithmen der Social Media Plattformen bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, Inhalte zu sehen, die ganz anders ausgewählt wurden. Solche Algorithmen orientieren sich an Inhalten, die dem Nutzern gefallen und stellen daraufhin eine Auswahl aus ähnlichen Inhalten zusammen, die dem Nutzer ebenfalls gefallen könnten. Auch wenn die genaue Funktionsweise der Social Media Algorithmen geheim ist, fällt eines auf: die Algorithmen präsentieren oft besonders beliebte und auch besonders aktuelle Posts.

Der richtige Zeitpunkt für Deinen Post ist demnach genau dann, wenn die meisten Leute die Plattform nutzen. Zu welchen Stunden der Woche das der Fall ist, schauen wir uns anhand einiger vom Sprout Social Team gesammelter Daten an.

Nutzungszeiten auf Facebook

Mit beinahe 2,5 Milliarden monatlichen Nutzern weltweit ist Facebook die größte Social Media Plattform. Als Plattform mit vielen verschiedenen Nutzergruppen zeigt das Nutzungsmuster von Facebook einen Trend für viele Plattformen.

Der allgemeine Trend für Social Media Nutzung: die Aufmerksamkeit ist in der Mitte der Woche am höchsten und fällt am Wochenende stark ab. Nutzer scheinen sich am Wochenende überwiegend mit etwas anderem als ihrem Facebook-Account zu beschäftigen. Sonntags sind sogar noch weniger Facebook-User eingeloggt als Samstags.

Auch Montags ist die Facebook-Nutzung geringer als am Rest der Wochentage. Doch auch hier zeigt sich, wann die meisten Menschen schlafen. Von 22 Uhr bis morgens um 5 Uhr ist kaum Aufmerksamkeit auf der Plattform zu holen, von 8 Uhr bis 17 Uhr, liegen deutlich mehr los.

Wer sich lose an das Verhalten der Nutzer anpassen will, sollte auf Facebook dienstags bis donnerstags zwischen 8 Uhr und 15 Uhr sowie Freitags zwischen 9 Uhr und 12 Uhr posten. Die absolute Hochzeit ist in der Mitte der Woche. Mittwochs von 11 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 15 Uhr beschäftigen sich die meisten Nutzer gleichzeitig mit der Plattform.

Nutzungszeiten auf Instagram

Mittlerweile ist Instagram zur zweitgrößten Plattform für tägliche Social Media Nutzung geworden. Was einst noch die Plattform für Influencer, Fotografen, Food- und Fashionblogger war, ist nun eine Plattform des Mainstreams. Das verstehen verschiedenste Unternehmen für ihre Zwecke zu nutzen und auch die Plattform selbst unterstützt Marketing über Instagram, zum Beispiel mit dem Hinzufügen eines Shopping-Tabs.

Auch auf Instagram sollten sich Marketer Gedanken machen, wann sie ihre Posts veröffentlichen. Die Nutzungszeiten der Plattform sind mit denen von Facebook vergleichbar: am geschäftigsten ist die Plattform in der Mitte der Woche, Montag ist der ruhigste der Wochentage und nach Freitag fällt die Nutzung stark ab. Auch auf Instagram ist der Sonntag der Tag mit der geringsten Nutzungsdauer.

Wer Posten will wenn die meisten Augen auf der Plattform liegen, der veröffentlicht seine Inhalte mittwochs um 11 Uhr oder freitags von 10 Uhr bis 12 Uhr. Eine gröbere Regel wäre wochentags zwischen 8 Uhr und 17 Uhr zu posten.

Insgesamt ist die Nutzung der Instagram User verteilter als auf anderen Plattformen, besonders morgens und am Wochenende. Grund dafür könnte die viel genutzte Story-Funktion der Plattform sein. Die Funktion erlaubt wiederholte, kurze Checks von Neuigkeiten. Auch die „Fear of Missing out“ spielt bei dieser Verhaltensweise sicher eine Rolle.

Nutzungszeiten auf Twitter

Auch über den Kurznachrichtendienst Twitter kann für Unternehmenszwecke genutzt werden. Besonders beliebt ist er für Unternehmenskommunikation, da viele Nutzer die Plattform hauptsächlich als eine Quelle für Neuigkeiten nutzen. Das spiegeln auch die Daten wieder.

In der Woche ist die Twitternutzung ab 9 Uhr bis 5 Uhr relativ stark. Dabei ist 9 Uhr die absolute Hochzeit. Vermutlich suchen viele Nutzer zu dieser Zeit nach den neuesten Updates und Nachrichten. mittwochs und freitags erreichen die Nutzungswerte um 9 Uhr den Höhepunkt der ganzen Woche.

Anders als auf anderen Plattformen ist auch am Wochenende etwas auf Twitter los, Sonntags sogar mehr als Samstags. Die täglichen Neuigkeiten scheinen sich viele auch Samstags um 9 Uhr zu holen, jedoch bricht die Nutzung im laufe des Tages ein. Das Nutzungsverhalten an Sonntagen ist im Gegensatz dazu mit dem eines Wochentags zu verwechseln.

Ruhe ist auf der Plattform nur wenn alle schlafen: nach 21 Uhr und vor 4 Uhr nutzt kaum jemand Twitter. Einen Ausläufer gibt es aber: Samstags um 3 Uhr nachts steigt die Nutzung kurz an. Zurückzuführen ist dieser Anstieg wahrscheinlich auf Nutzer die Freitagnacht besonders lange wach bleiben und sich erst spät noch einmal über das Neuste informieren oder gar den ein oder anderen „drunk Tweet“ absetzen.

Nutzungszeiten auf LinkedIn

Im Vergleich zu anderen sozialen Medien hat LinkedIn eine spezifischere Zielgruppe: professionelle Nutzer, die die Plattform für ihre berufliche oder Unternehmerische Entwicklung nutzen. So ist es auch kein Wunder, dass sich die Nutzungszeiten auf dieser Plattform an Arbeitszeiten zu orientieren scheinen.

Als Faustregel gilt auf LinkedIn: von Dienstag bis Freitag, zwischen 8 Uhr und 14 Uhr erreichst Du die meisten Menschen. Was ist mit den Montagen? Am ersten Tag der Woche verzeichnet LinkedIn sogar noch weniger Nutzer als andere Plattformen. Die Zielgruppe könnte auch hier die Erklärung sein. Montags ist für viele Arbeitende der härtste Tag der Woche: das Wochenende ist vorbei und es ist Zeit einiges aufzuholen oder neue Projekte zu starten – da bleibt keine Zeit für LinkedIn.

Diese Zeit scheinen sich viele bei Arbeitsbeginn oder in der Mittagspause zu nehmen. Am geschäftigsten ist die Plattform nämlich mittwochs von 8 Uhr bis 11 Uhr, mit einem weiterem Höhepunkt um 12 Uhr. Ebenso sind die Nutzerzahlen donnerstags und freitags um 9 Uhr besonders hoch, donnerstags auch von 13 Uhr bis 15 Uhr.

Wie zu erwarten ist das Wochenende besonders ruhig auf LinkedIn. Samstags zwischen 8 Uhr und 9 Uhr informieren sich viele noch einmal über das Neuste, Sonntags ist fast nichts los. Die Nutzung ist so gering wie in den Nächten der Wochentage.

Und wann postest Du?

Social Media Zeit

Die hier vorgestellten Hochzeiten der Plattformen sollen keinesfalls als die besten Zeiten für jeden verstanden werden. Zum Beispiel kann es sich auch lohnen genau diese Zeiten zu meiden. Ist deine Branche besonders gut von starken Konkurrenten besetzt? Versuche doch mal weniger belebte Zeitpunkte zum Posten.

Außerdem sollte selbstverständlich auch in diesem Fall zielgruppenorientiert vorgegangen werden. Für die Optimierung lohnt sich die Untersuchung mithilfe eines Analytics-Tools. Wer weiß, vielleicht nutzt deine Zielgruppe soziale Medien ganz anders als die Mehrheit? Vielleicht besteht sie überwiegend aus Menschen die Nachtschichten arbeiten? Das würde ihr Nutzungsverhalten in die Nächte verschieben. Finde es heraus und erfahre wann dein Publikum ein offenes Ohr für dich hat!

Australien streitet mit Google und Facebook

In Australien will die Regierung Google und Facebook dazu verpflichten, einige Einnahmen an News-Konzerne abzutreten. Doch die Verhandlungen laufen überhaupt nicht wie geplant: Google kündigt an ihre Suchmaschine möglicherweise für alle Australier abschalten zu müssen. Facebook sperrt prompt alle Accounts von Nachrichten und Regierungsseiten. Wie sind wir hier gelandet?

Springen wir kurz in der Zeit zurück. Es ist der vierte Februar 2004. Das soziale Netzwerk Facebook geht online. Genau wie andere soziale Netzwerke zeigt Facebook die wohl größte Stärke des Internets: Vernetzung. Egal ob zwischen Mensch und Mensch, Kunden und Unternehmen oder Menschen und Inhalten. Alles zwischen Internationalen Neuigkeiten und Katzenvideos des Nachbarn ist nur wenige Klicks entfernt. Plötzlich sind enorm viele Informationen kinderleicht zu konsumieren. Ein enormer Wert für die Gesellschaft.

Gleichzeitig macht Google das Internet navigierbar. Die Suchmaschine wird zum meistgenutzten Schlüssel zu den gewaltigen Informationsmengen des Internets. Mit der Zeit wächst die Internetnutzung an, ganze Gesellschaften wandelt sich. Google und Facebook werden zu zwei der wichtigsten Seiten des Internets. Beide gehören inzwischen zu den wertvollsten Unternehmen der Welt und womöglich auch zu den mächtigsten. Für viele sind die Dienste der Tech Giganten kaum noch aus dem alltäglichen Leben wegzudenken.

Warum setzt sich Australien für Verlage ein?

Zeitungen in der Krise, Print Medien in der Krise

Als die Internetnutzung zunimmt gerät die Print-Branche und damit auch viele Nachrichtendienste ins wanken. Anstatt sich eine Zeitung zu kaufen finden immer mehr Menschen ihre tagesaktuellen Nachrichten im Internet – zum Beispiel über Google und Facebook. Etablierte News-Konzerne geraten in eine Monetarisierungskrise und das obwohl sie ein wertvolles gesellschaftliches Gut für demokratische Gesellschaften sind.

Die Macht am Markt der riesigen Tech Konzerne, insbesondere die von Google und Facebook, soll begrenzt werden, gleichzeitig braucht die Nachrichtenindustrie Unterstützung. In einem Versuch zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen kommt den australischen Behörden eine Idee: der „Media News Barging Code“.

Vorgesehen ist ein Gesetz, welches digitale Plattformen dazu verpflichtet, Nachrichtenkonzerne zu bezahlen, wenn diese auf der Plattform verlinkt werden. Schließlich gäbe es keine qualitativen Inhalte, die auf den Plattformen geteilt werden könnten, wenn journalistische Unternehmen sie nicht produzieren würden. Scheint logisch, ist für die digitalen Giganten aber ein großes Problem.

Google kritisiert und verhandelt

Google äußert Kritik am Vorhaben der australischen Regierung und nennt in einem Blogpost einige Forderungen des Gesetzesentwurfs „nicht umsetzbar“. Würde das Gesetz durchgesetzt werden wie ursprünglich vorgeschlagen, müsse Google ihren Dienst für alle Australier einstellen, ein Szenario, was sich wohl weder Google noch Australien wünscht.

Das Problem läge dabei bei der Art und Weise wie Google zahlen soll. Nach eigenen Angaben zerstöre das Bezahlen für Links die Funktionsweise einer Suchmaschine. Auch sei das Weglassen der Links zu News-Seiten aus den Suchvorschlägen unmöglich. Grund dafür ist die verwendete Definition von Nachrichten, nach der fast jede Information als eine Nachricht gelten könne.

Außerdem seien die Zahlungen schlichtweg unfair, schließlich profitieren die Nachrichtenseiten von Traffic, der von Google kommt.

Google selbst, aber auch andere Sprecher argumentieren außerdem, dass das Gesetz die Freiheit des Internets gefährdet. Allen voran Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Webs. Die kostenlose Verlinkung von einer Website zu anderen müsse dringend gewahrt werden. Logisch, ein Netz in dem gewisse Vernetzungen kostenpflichtig sind wird weniger Vernetzungen haben und zweifellos ein schlechteres sein.

Googles Pläne für den Journalismus

Im Blogartikel des Suchmaschinengiganten wird aber auch betont, dass Google das zugrundeliegende Problem sieht. Journalistische Arbeit muss auch in einer Zukunft entlohnt werden, in der keiner mehr Zeitung kauft. Dafür hat Google einen eigenen Plan: Googles Produkt „News Showcase“.

News Showcase verspricht ein Nachrichtenprodukt, dass Artikel von vielen verschiedenen Verlagen nutzt. So soll zum Beispiel von einem Artikel zu anderen, ähnlichen Artikeln verlinkt werden. Auf diese Weise könnten Nutzer mehr über ein Thema erfahren oder die Perspektiven anderer Berichterstatter sehen. Wer im Rahmen dieses Produkts publizieren will, geht einen Vertrag mit Google ein, welcher Pauschalzahlungen an das journalistische Unternehmen vorsieht.

Auf der einen Seite ist dieser Vorschlag eine Lösung für beide Seiten – Google und News-Konzerne verhandeln einen Vertrag. Auf der Kehrseite fällt auf, das einer außen vor bleibt: der Staat. Was würde passieren wenn Google die Wichtigsten News-Konzerne der Welt von sich abhängig macht? Staaten auf der ganzen Welt müssen sich womöglich auch hier bald eine Regulierung überlegen, denn Google finanziert bereits viele große Verlage. Als Reaktion auf den Vorschlag des Media News Barging Codes verhandelt Google nun mit australischen Nachrichtendiensten. Partner hat das Projekt aber schon auf ganzer Welt. In Deutschland gehören unter anderem der Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Zeit Online dazu.

Facebook gibt sich kämpferisch

Während Google die Verhandlungen mit australischen Nachrichtendiensten sucht, zeigt Facebook direkt, was sie von dem Gesetzesentwurf halten. Ähnlich wie Google kann Facebook nach eigenen Angaben nicht in einer Situation arbeiten, in der gewisse Verlinkungen Geld kosten. Anders als Google, empfindet Facebook das Sperren solcher Links aber als machbar.

Am 18. Februar war es dann soweit, plötzlich sind sämtliche Accounts von australischen Nachrichtendiensten und unabhängigen Journalisten gesperrt. Aber auch Seiten der Regierung, unter anderem das Bureau of Meteorology, was für viele Australier jetzt zur Waldbrandsaison besonders wichtig ist, wurden gesperrt.

Grund dafür ist Facebooks Ausführung der Aktion. Anstatt Nachrichten-Accounts nach und nach auf eine Blacklist zu setzen, nutzte Facebook ein maschinelles Lernsystem, welches scheinbar keine Rücksicht auf Verluste nahm.

Obwohl der Großteil der Inhalte auf Facebook nichts mit Nachrichten zu tun hat, demonstriert das Soziale Netzwerk eindrucksvoll, wie sehr es Teil des öffentlichen Lebens geworden ist. Eine Machtdemonstration, die der Regierung die Stirn bietet. Außerdem überlegen jetzt wohl viele Nachrichtenseiten, ob sie mit dem Traffic, der bis jetzt von Facebook auf ihre Seiten kam, nicht besser dran gewesen wären.

Fazit

Was gerade in Australien passiert, ist für die ganze Welt von Interesse und viele Nationen warten gebannt auf das Ausgehen der Situation um zu lernen, wie mit Google und Facebook umzugehen ist. Dass die Verhandlungen zum Teil wie ein Machtkampf aussehen, zeigt was Google und Facebook für eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielen – und die werden sie nicht ohne weiteres abgeben.

Der Merksatz für SEO Fragen

Es ist ein einfacher Satz zu Googles Funktionsweise und doch beantwortet er viele Fragen zum Thema Search Engine Optimization: ‚Google ranks webpages, not websites‘. Klingt simpel, ist es auch; wie beantwortet der Satz also SEO-Fragen?

Zuerst sollten kurz einige Begriffe geklärt werden. Ein „Google-Ranking“ entscheidet, wie weit oben eine Seite bei einer Suchanfrage bei Google auftaucht, das sollte vielen geläufig sein. Auch der Unterschied zwischen Webpages und Websites mag bekannt sein, jedoch sind die Begriffe im deutschen deutlich verwirrender. Wir sagen für Webpages meist Webseiten und für Websites bleiben wir meist beim englischen Begriff, oder wir nutzen die Wörter Webpräsenz, Webauftritt und Webangebot. In der Alltagssprache werden diese jedoch oft miteinander verwechselt und die Ähnlichkeit zwischen Webseite und Website wirkt auf viele konfus. Der Einfachheit halber bleibe ich für den Rest des Textes bei den englischen Begriffen.

Aber was ist denn nun der Unterschied zwischen Webpage und Website? Kurz gesagt sind Webpages die aufrufbaren Seiten im Netz und Websites die Adressen, an der diese zu finden sind. Beispielsweise verweist dieser Link: https://www.michaelstockmann.de/blogverzeichnis/ auf unser Blogverzeichnis, welches eine Page auf der michaelstockmann-Website ist.

Was heißt das für mein Google Ranking?

Der Ausgangspunkt für jede SEO-Strategie ist ein gutes Verständnis von Googles Indexierung und Ranking. Google gibt die Spielregeln für die Suchmaschinenoptimierung vor und die gilt es zu verstehen.

Mit dem Satz ‚Google ranks webpages, not websites‘ im Hinterkopf führen wir uns den Prozess des Rankings nun einmal vor Augen. Zuerst muss Google einige Informationen zu einer neuen Page speichern und analysieren, damit diese in einem Ranking auftauchen kann. Dafür ruft der Google-Crawler die Page ab und speichert Daten bezüglich Inhalt, Webpage Design, und Autorität (Links).

Auf Grundlage dieser Daten bestimmt Google dann für welche Suchanfragen die Page in den Ergebnissen auftaucht. Durch einen Vergleich mit ähnlichen Pages wird schließlich das Ranking für diese Suchanfragen entschieden.

Zu welcher Website diese Webpages gehören ist dabei völlig egal, die Performance einer Webpage hängt nicht mit der Performance anderer Webpages der selben Website zusammen. Warum das so ist hängt eben genau damit zusammen, was Google ranked und was nicht.

Google hat dieses Vorgehen bereits selbst bestätigt. Selbst wer Googles Wort kein Vertrauen schenkt, findet Beweise für die nun schon oft benannte Ranking-Grundlage.

Rankingfaktor Inhalt

Der wohl prominenteste dieser Beweise ist das gute Ranking von Artikeln auf Nachrichtenportalen. Die Website eines Nachrichtenportals behandelt sehr viele verschiedene Themen, die meisten Pages solcher Sites haben nichts miteinander zu tun. Würde Google nach dem Prinzip ‚websites, not webpages‘ ranken, wäre das aufgrund der vielen verschiedenen Schlagwörter katastrophal für das Ranking. Zum Glück entspricht das nicht der Realität, Thementreue muss nur innerhalb einer Page eingehalten werden um gut zu ranken und Nachrichtenartikel tauchen in der Tat oft auf den ersten Plätzen für gewisse Suchanfragen auf.

Generell wären Suchergebnisse aus der Nutzerperspektive deutlich schlechter, wenn Google die Regel ‚webpages, not websites‘ nicht hätte. Ein Unternehmen was zum Beispiel hauptsächlich Holztische herstellt, würde mit jeder Page für den Suchbegriff „Holztisch“ ranken, auch wenn die Page zum Beispiel die Mitarbeiter vorstellt oder sogar wenn sie sich mit Plastikstühlen beschäftigt.

Wer Sorgen um das Ranking eines Blogs hat, weil die Themen „zu vielfältig“ seien kann beruhigt sein. Solange die einzelnen Artikel, also die Pages, ihren Fokus auf ein Thema legen, schadet Themenvielfalt nicht dem Google-Ranking.

Subdomain oder Subfolder?

Was heißt das Ranking-Grundprinzip für das Webpage Design? Sollte man für ein besseres Ranking Subdomains oder Subfolders nutzen? Kurz gesagt: es ist egal. Da Googles Ranking-Prozess nicht mit einbezieht wo eine Page zu finden ist, kann zwischen Subdomains und Subfolders entschieden werden, ohne sich Gedanken um das Google-Ranking zu machen.

Zum Glück, muss man sagen. Oft kommt es vor, dass eine Page deutlich langsamer ist als alle anderen auf der selben Website. Würde sich Google nicht nur auf die Pages konzentrieren, könnte solch eine Page alle anderen auf der Website mit runter ziehen, was nicht nur unsinnig, sondern auch frustrierend für alle Webmaster wäre.

Gut ranken durch Links

Besseres Ranking

Ein weiterer Rankingfaktor ist die Autorität der Webpage. Einen hohen Wert erreichen Pages dabei vor allem durch Links, die auf sie verweisen. Googles Crawler erkennt, wenn eine Page von vielen anderen erwähnt und empfohlen wird und schätzt solche Pages als nützlicher für den Verbraucher ein.

Aufgrund dessen ist eine der bekannteren SEO-Strategien der „Content-Hub“, auch bekannt als „Pillar-Cluster-Modell“. Durch die Verlinkung einer Hauptpage, dem Pillar/Hub (Säule/Zentrum), auf untergeordnete Pages, welche das Thema detaillierter behandeln, kann viel für die Autorität getan werden. Einerseits verbessern die Pages ihre Autorität gegenseitig durch Links. Andererseits profitieren alle Seiten von der Autorität der anderen Seiten, da Besucher leicht von einer Page zur nächsten kommen.

Besonders die Hauptpage sollte von vielen externen Links profitieren, die wertvoller sind als interne. Auf diese Weise kann eine Page ein hohes Ranking erreichen und Besucher dann auf die für sie relevanten Pages verteilen. Wer allerdings auf eine Themen-Autorität der ganzen Website hofft, begeht leider einen Trugschluss. Schließlich beeinflussen die Werte der Pages und nur die der Pages ihre Rankings.

Ja, auch diese Taktik funktioniert aufgrund eines Satzes, der von nun an bei jeder SEO-Frage im Hinterkopf sein sollte: ‚Google ranks webpages, not websites‘.